Gemeinsam

Ziele

gestalten

Kandidaten Kammerwahl 2020

Hartmannbund & ägnw Liste Aurich/Osnabrück

Brigitte Gantke
Ärztin für Anästhesie/Spezielle Schmerztherapie, Praxis (Osnabrück)

»Wir treten für unsere Selbstbestimmtheit und Freiheit im berufs- und allgemeinpolitischen Leben ein.«

  • Bezirksvorsitzende Hartmannbund Niedersachsen
  • Mitglied geschäftsführender Ausschuss
  • Mitglied der ägnw eG
  • Mitglied der Ärztekammerversammlung von 2005-2010
  • Ratsmitglied der Stadt Osnabrück 2001-2005
  • Aufsichtsratsmitglied Klinikum Osnabrück

 

Ich stehe als Anästhesistin, die in Klinik und Praxis arbeitet, für

  • sektorübergreifende Zusammenarbeit aller im Gesundheitssystem Arbeitenden
  • Selbstbestimmtheit und Freiheit im berufs- und allgemeinpolitischen Leben
  • eine serviceorientierte Kammer, die uns allen die Arbeit erleichtert
  • engagiertes Auftreten der Kammern und Berufsverbände für ein gutes Arztbild in der Öffentlichkeit
  • Ermutigung und Förderung von Kolleginnen für Karriere und Berufspolitik
  • konsequente Entbürokratisierung

Dr. Steffen Grüner
Beisitzer des Hartmannbundes
Seit 2001 niedergelassener Hausarzt, seit 2010 in der Kammerversammlung Hannover, seit 2020 ÄK Bezirksstellenvorsitzender in Osnabrück

»Keine EBMísierung der GOÄ: Unsere Gebührenordnung darf weder von Juristen noch von Krankenkassenvertretern, sondern nur von uns Ärzten entworfen und weiterentwickelt werden.«

Zum Kandidatenvideo

Meine Ziele und Standpunkte:

  • Stärkung des Arztberufes und der Freiberuflichkeit
  • Eine serviceorientierte Kammer und Verwaltung
  • Einrichtung einer Taskforce gegen Kassenpropaganda
  • Konsequente Entbürokratisierung, damit Arzt wieder Arzt sein kann
  • Übersichtliche Weiterbildung, die hilft, schnell ans Ziel zu kommen
  • Keine „Hinterzimmer“ Politik, sondern eine maximale Transparenz in der ärztlichen Selbstverwaltung
  • Keine ökonomisch motivierte Rationierung, die uns in ethische Konflikte bringt
  • Keine „Entärztlichung“ des Gesundheitswesens
  • Keine Portalpraxen und keine Terminvergabestellen zu Lasten der Niedergelassenen eine GOÄ Neu ohne staatlichen Einfluss und ohne Vetorecht für die PKV

 

Mein Motto: Keine EBMíserung der GOÄ

Dr. Thomas Thiele
Facharzt für Dermatologie, Praxis, Osnabrück

»Ärztliche Entscheidungen müssen nach ausschließlich medizinischen und ethischen Gesichtspunkten getroffen werden.«

  • 1980/81 Studium (Wintersemester) Geologie / Mineralogie WWU Münster
  • 1981-1988 Studium Human Medizin WWU Münster
  • 1989-1990 Arzt im Praktikum Städt. Kliniken Osnabrück Prof. Mommsen,
    Prof. Junge-Hülsing
  • 1990 Promotion an der WWU Münster „Darstellung von Leukotrienen in
    Bienen-, Wespen-, Nesselquallen- und Brennnessel-Gift“
  • 1990- 1992 Assistenzarzt Fachklinik Hornheide
  • 1992-1993 Städtische Kliniken Krefeld
  • 1993-1994 Praxis in Osnabrück
  • 1994 Facharzt für Dermatologie
  • seit 1994 selbstständig in eigener Praxis, Lotterstr. 58 – 61, 49078
    Osnabrück
  • seit 1997 Mitglied im Rat der Stadt Osnabrück
  • seit 2006 Fraktionsvorsitzender

Dr. Erik Beeke
Facharzt für Augenheilkunde Ärztlicher Leiter MVZ visualeins, Klinikum Osnabrück

»Wir müssen die Ärztekammer stärken und gemeinsam gegen noch mehr Bürokratie und gegen die zunehmende Gängelung durch die Politik eintreten.«

Rüdiger Seidler
»Unsere Spitzenmedizin braucht gute Arbeitsbedingungen. Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen!«
Dr. Fabian Schlaich
Facharzt für Strahlentherapie Niedergelassen in Osnabrück

»Unsere Patienten müssen immer im Mittelpunkt stehen. Dafür müssen wir die Ökonomisierung der Medizin stoppen und unsere ärztliche Berufs- und Therapiefreit verteidigen.«

Marc Nguyen-Tat
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie Notfallmedizin und Palliativmedizin, Klinikum Osnabrück

»Ob die neue elektronische Akte, die Beratung unserer Patienten per Chat oder Telemedizin: Die Digitalisierung verändert unseren Berufsstand grundlegend. Lasst uns diese Chancen ergreifen und den Wandel aktiv mitgestalten.«

Hartmannbund & ägnw Liste Braunschweig

Uwe Kranz
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Braunschweig

»Wir müssen unsere Freiberuflichkeit verteidigen! Sie ist die Basis unseres selbstbestimmten ärztlichen Handelns. Unsere Arbeit darf nicht immer mehr von der Politik beeinflusst werden.«

Hartmannbund & ägnw Liste Göttingen/Hildesheim

Dr. Thomas Carl Stiller
Stellvertretender Vorsitzender des Hartmannbundes,
Aufsichtsratsmitglied der Ärzteversorgung Niedersachsen,
Kreistagsabgeordneter im Landkreis Göttingen

Niedergelassen in eigener Praxis (Uslar & Adelebsen)

»Ich will eine Arztgemeinschaft erreichen, die den Bogen von den Ärztinnen und Ärzten in der Klinik und im öffentlichen Dienst zu den Ärztinnen und Ärzten in der ambulanten Medizin spannt und ein fachübergreifendes Miteinander und Füreinander schafft.

Ich kämpfe dafür, Sie als Ärztinnen und Ärzte zu stärken und ihre Berufung und Motivation in den Focus zu stellen, damit wir wieder mit Freude Ärztin oder Arzt sein können, ein ganzes Berufsleben lang und darüber hinaus.«

 

  • Mandatsräger in der ÄKN und Sprecher der Gruppe „Gemeinsam Kammer gestalten“
  • Delegierter des DÄT und Ausschussvorsitzender des Ausschusses „Sektorenübergriefende Versorgung“
  • Bezirksvorstand der ÄKN Göttingen

Dr. Constantin Janzen
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, Gemeinschaftspraxis Dr. med. Lücke | Kuhn | Janzen Hildesheim

»Ob in Klinik, als Hausarzt oder Facharzt – ich mache mich für Sie stark. Für die beste Kammer.«

Lebenslauf

  • bis 2012 Arzt in der Kardiologie Krankenhaus Stadthagen
  • bis 2013 Arzt in der Inneren Medizin Krankenhaus Großburgwedel
  • bis 2016 Arzt in der Gastroenterologie und Onkologie St. Bernward Krankenhaus Hildesheim
  • bis 2018 Arzt in der Praxis Dres. Lücke / Kuhn
  • seit 2018 Gemeinschaftspraxis Dres. Lücke / Kuhn / Janzen ​
  • 2014 Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
  • 2017 Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
  • 2017 Zusatzbezeichnung Medikamentöse Tumortherapie
  • 2018 Zusatzbezeichnung Proctologie

Dr. Eric Bürger
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, MVZ (Seesen)

»Unseren ethischen Grundsätzen zufolge stehen die Patienten stets im Mittelpunkt. Wir brauchen mehr Zeit für sie und ihre Versorgung. Deshalb kämpfen wir für eine Entbürokratisierung und eine patienten- und versorgungsorientierte Digitalisierung.«

Ethik – der Patient im Mittelpunkt.

Ethik in der Medizin bedeutet vor allem auch eine bessere patientenzentrierte medizinische Betreuung. Eine bessere medizinische Betreuung bedeutet auch eine bessere ärztliche Betreuung. Für diese ärztliche Betreuung braucht es aber auch mehr Zeit für und am Patienten. Mehr Zeit durch Entbürokratisierung bisheriger Abläufe. Hier kann unter anderem auch eine patienten- und versorgungsorientierte Digitalisierung hilfreich sein, z.B. bessere digitale Anbindung zwischen Krankenhaus bzw. Pflegeheim und betreuende Arztpraxis.

Andreas Witzke
Facharzt für Allgemeinmedizin in eigener Praxis, Hattorf am Harz

»Ökonomische Aspekte nehmen immer größeren Einfluss auf medizinische Entscheidungsprozesse. Dagegen setzen wir uns ein – für das Wohl unserer Patienten!«

Bei meiner Kandidatur zur setze ich mich konkret für die Stärkung der ärztlichen Unabhängigkeit und für die Stärkung der Freiberuflichkeit ein .
Zur Person : Ich bin seit 32 Jahren als niedergelassener Facharzt für Allgemeinmediziner tätig und habe alle Irrungen und Wirrungen der Gesundheitspolitik ertragen  müssen . Ständige Angriffe auf die freien Entscheidungen als selbstständiger Arzt in Form von Budgetierungen , Regressen, Maßregelungen und sinkende Vergütungen waren mein ständiger Begleiter und hingen stets wie ein Damoklesschwert über mir . Freie Arzttätigkeit geht anders .
Deshalb möchte ich mich für die Stärkung der Freiberuflichkeit es einsetzen . Regressforderungen , Budgetierung Gängelungen  und permanente Beeinflussung und Prüfung unserer Entscheidungen müssen beendet werden . Vertrauen in unsere Kompetenzen und Entscheidungen sollten unser Leitbild sein .

Dr. Bernd Lücke
Facharzt für Innere Medizin, Gemeinschaftspraxis Dr. med. Lücke | Kuhn | Janzen Hildesheim

»Unsere Ärztekammer braucht eine sparsame und gut durchdachte Haushaltsführung und eine Senkung der Kammerbeiträge.«

Lebenslauf

  • 1979 Abitur Scharnhorstgymnasium Hildesheim ​
  • bis 1986 Studium der Medizin in Göttingen
  • 1986 Promotion an der UMG Göttingen ​
  • 1986 Arzt im Missions-Krankenhaus Flores Indonesien
  • bis 1991 Arzt in der Inneren Medizin Krankenhaus Lehrte
  • bis 1993 Arzt in der Inneren Medizin Krankenhaus Großburgwedel
  • bis 1995 Facharzt gastroenterologische Fachklinik Bad Driburg
  • seit 1995 Gründung Praxis Dr. Lücke ​
  • 1991 Zusatzbezeichnung Rettungsmedizin
  • 1993 Facharzt für Innere Medizin
  • 1995 Zusatzbezeichnung für Gastroenterologie
  • 2008 Zusatzbezeichnung Proctologie

Hartmannbund & ägnw Liste Hannover

Dr. Philip Bintaro
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie, MHH Medizinische Hochschule Hannover

»Lasst uns die Digitalisierung im Gesundheitssektor gemeinsam gestalten: Der selbstverständliche Umgang und das digitale Know-how unserer jungen Ärztegeneration sollte mit der langjährigen Berufserfahrung der Älteren verbunden werden.«

Dr. Frauke Wulf-Homilius
Augenärztin, Einzelpraxis (Bennigsen)

»Unsere Ärztekammer macht sich stark für eine moderne Medizin und unsere Selbstbestimmtheit als Mediziner.«

Lebenslauf

Seit 20 Jahren wirke ich in verschiedenen Gremien (Gemeinschaft fachärztlicher Verbände Niedersachsen, NAV Virchowbund, Hartmannbund und nicht zu vergessen Protestveranstaltungen als auch auf kommunaler Ebene in der Gesundheitsregion) auf Landesebene inter-ärztlich und sektoren-übergreifend mit.
Ich gehörte Ende der Neunziger Jahre zu den Pionieren der IGELeistung und habe entscheidend dazu beigetragen, diese zu etablieren.
Lokal bin ich vernetzt in Bad Münder, Springe, Deisterzirkel und Gehrden.

Ich war ca. 10 Jahre Delegierte beim dt. Ärztetag insbesondere für eine bessere GOÄ. Youtube Video Vortrag

Drei Jahre war ich aktiv in der Arbeitsgruppe 1 der Gesundheitsregion Hannover für sektorenübergreifende Versorgung und war Vorsitzende im Ausschuss für sektorenübergreifenden Versorgung, sowie stellv. Vorsitz. im Krankenhaus-Ausschuss der ÄKN habe gestaltend und konstruktiv die Digitalisierung. Zum Video

Nun orientiere ich mich als Landesvorsitzende vom NAV Virchowbund intersektoral, sowie im Landes-Vorstand Hartmannbund.

Youtube Video Interview

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Mein Ziel: Bessere Patientenversorgung durch moderne Kommunikation
Die Ärzteschaft braucht regionale Bodenhaftung, um den Fliehkräften der Digitalisierung zu trotzen.

Theodor Uden
Arzt in Weiterbildung in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, MHH (Hannover)

»Weiterbildung, Digitalisierung in der Medizin und unsere Arbeitsbedingungen sind die Themen, die vielen jungen Ärztinnen und Ärzten unter den Nägeln brennen. Weiterbildung muss viel stärker ins Zentrum der ärztlichen Tätigkeit rücken. Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung benötigen ein strukturiertes, zuverlässiges Konzept für das Lernen und die Weiterbilder Zeit für die Umsetzung. Auf die Gestaltung einer umfassenden und anwenderfreundlichen Digitalisierung und die Verbesserung ärztlicher Arbeitsbedingungen müssen wir politischen Einfluss nehmen.«

Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstands im Hartmannbund
Mitglied des Landesvorstands Niedersachsen im Hartmannbund

Dr. Johanna Diekmann
Ärztin in Weiterbildung in Klinik für Nuklearmedizin, MHH (Hannover)

»Als Assistenzärztin möchte ich der jungen Ärztegeneration eine Stimme in der Kammer geben, um Weiterbildung und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.«

  • Seit 2017 Ärztin in der Klinik für Nuklearmedizin, MHH, aktuell im 4. Weiterbildungsjahr
  • 2009-2016 Studium der Humanmedizin, MHH, Promotion an der Universität Zürich

Dr. Sören Könneker
Plastischer und Ästhetischer Chirurg, Oberarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover MHH

»Die Pandemie hat es uns allen deutlich vor Augen geführt: Die Digitalisierung ist notwendig und unerlässlich – vor allem auch in der medizinischen Versorgung.«

Lebenslauf

Studium Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und an der Stellenbosch University (Südafrika)

Beruflicher Werdegang

  • 2011-2013 Städtisches Klinikum Braunschweig Chirurgische Klinik Prof. Dr. Dr. h.c. G. Schumacher
  • Seit 01.02.2013 Medizinische Hochschule Hannover Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Prof. Dr. med. P. M. Vogt
  • 08/2017 Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • 01/2018 Ernennung zum Oberarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Promotion Generierung und präklinische Evaluation eines bioartifiziellen, autologisierten Blutgefäßes zur prospektiven Anwendung als Hämodialyse-Shunt, Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie Prof. Dr. M. Wilhelmi, Prof. Dr. Dr. h.c. A. Haverich

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Ex-vivo Gewebezüchtung und –Augmentation zur autologen Rekonstruktion mit Schwerpunkt Adipogenese Compliance in der Plastischen, Ästhetischen, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Kahnbeinfraktur und moderne Materialien zur Osteosynthese, mRCT SCAMAG Daumensattelgelenkarthrose

Lehre

Surgical Elective- Nahtkurs im MHH Skills-Lab Anmeldungen unter akademie@hartmannbund.de Lehrvideos zum Nahtkurs im ILIAS unter https://elearning.mh-hannover.de/ilias/goto.php?target=lm_64927&client_id=mhhannover

Mitgliedschaften wissenschaftlicher und berufspolitischer Gesellschaften

  • Mitglied der International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS)
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH)
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH)
  • Mitglied Junges Forum der DGH
  • Vorstandsmitglied im Landesverband Niedersachsen des Hartmannbundes
  • Vorstandsmitglied Ärztekammer Niedersachsen, Bezirksstelle Hannover

Dr. Gabriela Stammer
Ärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kassenpraxis in Praxisgemeinschaft Allgemeinmedizin in Wennigsen

»Wir stehen für eine wertschätzende, interdisziplinäre und integrative Medizin, Diversität und Zusammenarbeit. Nur so können wir uns wirklich für die Gesundheit unserer Patienten einsetzen.«

  • Ich trete dafür ein, Freiraum zu schaffen für unsere originäre Aufgabe als Ärztinnen und Ärzte: für den kranken Menschen da sein.
  • Ich werde mich einsetzten, Werte in der Medizin zu vertreten und in den Focus zu stellen.
  • Ich trete dafür ein, die Rolle der Zuwendung neu zu definieren.
  • Ich trete dafür ein, den mündigen Patienten sorgfältig zu begleiten
  • Ich möchte beitragen, die Enge im Zeittakt, die Enge in der Bedrohlichkeit für Regresse und Klagen, die Enge in der Therapie und den Vorschriften der strukturierten Medizin, die Enge in der Bedrohung der Ökonomisierung der Medizin durch Konzerne transparent zu thematisieren und für eine Veränderung im System zu kämpfen.
    • stationär muss das DRG überdacht werden, Ärzte dürfen nicht zu nicht-ärztlicher Tätigkeiten verpflichtet werden wie z. B. Verschlüsselung der Diagnosen, oder gar für schlechte Verschlüsselung und deren ökonomischen Folgen verantwortlich gemacht werden. Ärztliche Haltung und therapeutisches Bewusstsein geht nicht unter der Dominanz wirtschaftlicher Themen.
    • ambulant brauchen wir die Sicherheit als Ärzte weiterhin im System zu bleiben, ohne Delegation, ohne Substitution – aber mit Kooperation. Es werden viele andere Berufe entstehen, die sich in die zu erwartenden Konzernstrukturen leichter positionieren lassen als Ärzte. Was also macht uns und unser besonders Können aus?
  • Profitorientierung darf nicht unser Handeln dominieren, das ist weder stationär noch ambulant vereinbar mit einer würdigen Begleitung kranker Menschen
  • Wir brauchen wieder Raum zur Besinnung auf unsere originären Ziele und Aufgaben als Ärztinnen und Ärzte im Sinne der Genfer Deklaration des Weltärztebundes: Menschen in Krankheit und Not zu begleiten und individuell zu therapieren.
  • Wir brauchen die Möglichkeit, auch in Zeiten zunehmender Antibiotika Resistenzen und z.B. dem zunehmenden demographischen Wandel therapeutische Möglichkeiten zu haben, die trotz aller zu erwartenden großen Schwierigkeiten lindern und heilen. Wir müssen uns für die Zukunft entwickeln.
  • Wir brauchen Diversität in der Therapie und keine weitere Verarmung der therapeutischen Vielfalt. Alle Therapien müssen in ärztlicher Hand bleiben, wir dürfen das Feld nicht Heilpraktikern überlassen.
  • Wir brauchen Forschung in der Medizin als Handlungs- und Erfahrungswissenschaft.

Wir brauchen gegenseitige Anerkennung, interdisziplinär und integrativ. Wir wollen gemeinsam für unsere Patientinnen und Patienten nach der für den einzelnen Menschen angemessenen Begleitung zu suchen.

ARZT SEIN VERBINDET!

Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat
Landesverbandsvorsitzende/Bezirksvorsitzende Hannover
HNO-Fachärztin, MHH (Hannover)

»Ärztinnen stehen die gleichen Chancen auf beruflichen Erfolg zu wie ihren männlichen Kollegen. Dafür braucht es auch die ausgewogene Balance von Karriere und sozialen Interessen.«

Lebenslauf

  • 30.4.1997 Anerkennung zur Fachärztin für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
  • 2.8.2016 Anerkennung zur „Genetische Beratung – fachgebunden im Gebiet HNO“

Berufstätigkeit (unter anderem)

  • seit 1.6.1998 Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Dr. med. Th. Lenarz)
  • seit 1.6.1998 Ärztliche Leiterin der Funktionsabteilung Audiologie innerhalb der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Dr. med. Th. Lenarz)
  • seit 1.7.2000 Persönliche Ermächtigung der Kassenärztlichen Vereinigung Nds. zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Tätigkeit auf Überweisung von HNO Fachärzten zur „Speziellen otoneurologischen Diagnostik“
  • seit 1.5.2003 Ärztliche Leitung des Hörzentrum Hannover (HZH) der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Dr. med. Th. Lenarz)
  • Seit 7/2015 Mitglied im Beirat „Initiative ehealth Niedersachsen“ im Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Wissenschaftliche Tätigkeit (unter anderem)

  • 21.11.2000 Habilitation mit dem Thema „Untersuchungen zur optimalen Elektrodenlage bei Cochlea-Implantat Patienten“

Berufspolitik (unter anderem)

  • Seit 2017 Landesvorsitzende HARTMANNBUND Landesverbandes Niedersachsen
  • Seit 2017 Beisitzerin Geschäftsführender Vorstand Hartmannbund Dt.
  • Seit 2019 stellv. Vorsitzende des LFA Gesundheit der CDU Nds.
  • 2019 – 2021 Berufung in Kommission „Gesundheit“ (Vorsitz von Dr. Rolf Koschorrek und Stephan Pilsinger MdB) der MIT (Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU
  • 2020 Vorstandsmitglied „Spitzenfrauen Gesundheit e.V.“

Mitgliedschaften in diversen Fachgesellschaften

Hartmannbund & ägnw – Liste Lüneburg/Stade/Verden

Angela Schütze-Buchholz
Fachärztin für Kinderheilkunde, Praxis (Syke)

»Chancengerechtigkeit steht nicht nur für die gleichen Rechte von Ärztinnen. Sie steht auch für Väter in der Elternzeit und Menschen anderer Herkünfte, Kulturen oder sexueller Orientierungen.«

Michael Langholz
Facharzt für Augenheilkunde, Praxis (Achim)

»Lasst uns gemeinsam mit einer Stimme sprechen und unsere Ziele nach außen vertreten: Wir brauchen Kompromissbereitschaft für gemeinsame Lösungen in einer selbstbestimmten Ärzteschaft und die Zusammenarbeit mit anderen Playern im Gesundheitssystem. Und wir brauchen eine Entbürokratisierung unseres Arbeitsalltag, einhergehend mit einer Digitalisierung zum Nutzen aller.«

Gemeinsam mit einer starken Stimme sprechen: Kompromissbereitschaft für gemeinsame Lösungen in einer selbstbestimmten Ärzteschaft auch durch Zusammenarbeit mit anderen Playern im Gesundheitssystem, aber auch kompromissloses Vertreten gemeinsamer Ziele und Wünsche nach außen, wenn notwendig. Weiterentwicklung unseres eigentlich funktionierenden Gesundheitssystems auch durch Lernen an Fehlern, aber nicht zerschlagen aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch unter weiterer Entbürokratisierung inklusive einer sicheren, anwenderfreundlichen und bezahlbaren Digitalisierung zum Nutzen aller Anwender.

Jochen Timmermann (ägnw eG)
Psychosomatische Medizin Psychotherapie Ernährungsmedizin, MVZ Timmermann und Partner Cuxhaven

»Arzt sein und werden muss attraktiv bleiben. Nur so können wir die Patienten von morgen gut, umfassend und verlässlich versorgen.«

Ich selber bin seit vielen Jahre freiberuflich tätig, als Gesellschafter und ärztlicher Leiter in einem medizinischen Versorgungszentrum, indem es natürlich auch angestellte Kolleginnen und Kollegen gibt. Grundsätzlich sehe ich Freiberuflichkeit für die Unabhängigkeit ärztlicher Entscheidung, als beste Arbeitsformen und möchte dieses für mich und anderen Kollegen aufrecht erhalten und verteidigen. Andererseits hat sich die Wirklichkeit in der Versorgung, ambulant und stationär, so verändert, dass  Kollegialität und berufsübergreifende Zusammenarbeit eine veränderte Bedeutung zu kommt. Auch lässt es die Lebenssituation bei vielen Kollegen, gerade auch bei Frauen nicht zu, sich selbstständig zu machen. Sie sind wertvolle Arbeitskräfte in einem MVZ und können dort ihre Entfaltungsmöglichkeiten bekommen. Ziel sollte es m. E. sein, verschiedene Lebens- und Arbeitsentwürfe nebeneinander möglich zu machen, die miteinander zu kommunizieren.

Die Ökonomie in der Medizin hat Ausmaße  angenommen, die für unabhängiges Handeln eine ernste Gefahr geworden ist. Hier gilt es entgegenzuwirken und dem ethischen medizinischen Handeln Vorrang einzuräumen.

Ich als viele Jahre Weiterbildungsermächtigter möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Weiterbildungsmöglichkeiten, in stationärer und ambulante, miteinander vernetzt werden und Weiterbildungsnetze für viele Fachgebiete entstehen, um so den Assistenten ein hohes Maß an Vielfältigkeit zu bieten.

Hartmannbund & ägnw – Liste Wilhelmshaven/Oldenburg

Klaus-Peter Schaps
Facharzt für Innere Medizin – hausärztliche Tätigkeit (Wilhelmshaven)

»Wir brauchen eine wirkmächtige Vertretung in der Kammerversammlung, die alle Interessen gemeinsam vertritt. Unsere einzige Waffe ist die Einigkeit aller Ärzte.«

  • Niedergelassen in Wilhelmshaven seit 2004
  • Bezirksvorsitzender des Hartmannbundes Wilhelmshaven-Friesland
  • Mitglied des Gesamtvorstandes Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands
  • Mitglied der Ärztekammerversammlung Niedersachsen
  • Mitglied um Ausschuss der Weiterbildung der ÄKN

Mein Motto: „Ich kämpfe für eine starke Kammer mit höchstem
Serviceanspruch!“

Wir haben eine Kernbotschaft:
Wir sollten unsere ärztlichen Interessen über Fachgruppen und Sektoren hinweg
gemeinsam vertreten!

Daneben sind meine Ziele:

  • Erhalt der Bezirksstelle Wilhelmshaven und starke Vertretung der
    regionalen Interessen der Vertragsärzte und Krankenhausärzte im Bezirk
    Wilhelmshaven-Friesland und Oldenburg
  • Engagiertes Eintreten für ärztliche Interessen gegenüber der Politik und
    Öffentlichkeit.
  • Ich möchte Berufspolitik für und an der Basis: Fortführung der Informations-
    und Diskussionsveranstaltungen – wir müssen den Zusammenhalt und die
    Kommunikation vor Ort stärken
  • Fortsetzung und Intensivierung der Digitalisierung, aber mit optimaler
    Finanzierung und deutlich verbesserter Unterstützung in der Umsetzung vor
    Ort
  • Die Weiterbildung in Niedersachsen muss noch praxisnäher, individueller,
    flexibler und vor allem an die regionalen Gegebenheiten angepasst werden
  • Ganz wichtig ist mir die Bekämpfung des Verwaltungswustes und der
    Regulationswut, damit Arzt sein wieder Freude macht! Administrative
    Tätigkeiten müssen auf ein Minimum begrenzt und endlich angemessen
    vergütet werden
  • Die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Praxen müssen
    deutlich fairer und flexibler werden
  • Die Ärztekammer Niedersachsen muss eine Kammer mit höchstem
    Serviceanspruch werden – die Kammer muss für unsere Bedürfnisse da
    sein!Wir brauchen eine wirkmächtige Vertretung in der Kammerversammlung, die alle Interessen gemeinsam vertritt.

Dr. Tilman Kaethner
Kinderarzt, MVZ (Nordenham)

»Nur wenn wir als Kammer nach außen geschlossen auftreten, können wir als Ärzte etwas bewegen.«

  • Service der Kammer verbessern
  • Weiterbildungsmöglichkeiten verbessern

Mein Name ist Tilman Kaethner, ich bin als Kinder- und Jugendarzt in Nordenham niedergelassen. Ich bin verheiratet und habe 6 Söhne. Berufspolitisch verfüge ich über zahlreiche Erfahrungen. Seit einigen Jahren bin ich Landesvorsitzender des BVKJ und seit dieser Legislaturperiode Mitglied der Vertreterversammlung der KV Niedersachsen.

Ich bin in der jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode in der Gruppe „Gemeinsam Kammer Gestalten“ Mitglied der Kammerversammlung und des Finanzausschusses. Auf dem Deutschen Ärztetag war ich u.a. federführend für die Durchsetzung des Rauchverbotes mit Kindern im Auto und für den Nachweis eines ausreichenden Impfschutzes der Pflegenden in Gemeinschaftseinrichtungen.

Im Hartmannbund darf ich als Mitglied des Landesvorstandes mitarbeiten. Als Vorsitzender des Ärztevereins vor Ort versuche ich die Belange aller Ärzte fair zu koordinieren.

  • Gerne möchte ich auch in den nächsten 5 Jahren in der Ärztekammerversammlung mitarbeiten. Mein Schwerpunkt ist der starke Ausbau unserer Ärztekammer zu einem funktionierenden Serviceunternehmen für die Ärzteschaft.
  • Alle Ärzte sind beitragspflichtige Pflichtmitglieder der Kammer. Sehr wichtige Aufgabe der Ärztekammer muss es deshalb sein, die Berufs– und Arbeitsbedingungen aller Ärzte in allen Bereichen zu verbessern. Dazu gehören die praxisnahe und unkomplizierte Organisation der Weiter- und Fortbildung vor Ort. Mein weiterer Schwerpunkt ist es, eine bessere Kooperation in der Weiterbildung zwischen Klinik und Praxis zu etablieren. „Verbundweiterbildung“ wird und muss in vielen Fachrichtungen zur Regel werden. Hier müssen durch die Ärztekammer Hilfestellungen und Rahmenbedingungen und Inhalte und Hilfen bei Vertragsgestaltungen gesetzt werden. Aufgabe der Kammer ist aber nicht die Verhandlung der Honorare oder Gehälter. – Digitalisierung der ärztlichen Arbeit ist wichtig. Die Ärztekammer muss die Entwicklung sicherer Strukturen und eine faire Lastenverteilung in allen ärztlichen Berufsbereichen einfordern. Hier werde ich mich einbringen.
  • Sehr wichtige Aufgabe der Ärztekammer ist für mich, die Ärzteschaft in der Öffentlichkeit zu positionieren und darzustellen. Hier werden die Mitglieder der niedersächsischen Kammer eine wichtige Aufgabe haben.
  • Die ÄKN wählt in 6 Wahlbezirken, um den regionalen Bezug in der landesweiten Kammerversammlung zu stärken. Ich werde mich deshalb zusammen mit den Kollegen über die Gruppengrenzen hinweg weiterhin für die Vertretung der Belange in Oldenburg, Wilhelmshaven und der Wesermarsch einsetzen. Ich bitte um Ihre 3 Stimmen für eine weitere Legislaturperiode in der Kammerversammlung der ÄKN: Ich werde den Servicegedanken in der niedersächsischen Kammer voranbringen und die Weiterbildungsbedingungen auch z.B. mit Weiterbildungsverbünden zu verbessern. Ich werde mich für die Sicherheit und für eine faire Lastenverteilung der Digitalisierung im ärztlichen Berufsalltag einsetzen.

Dr. Antje Hilgert (ägnw eG)
Fachärztin für Allgemeinmedizin (Westerstede)

»Das Potential der Frauen in der Medizin durch faire und familienorientierte Arbeitsbedingungen besser nutzen. Karierrechancen in Klinik und Praxis müssen gender-unabhängig sein.«

Ich bin seit 2005 Fachärztin für Allgemeinmedizin und habe bisher in zwei großen allgemeinmedizinisch-internistischen Praxen, derzeit in Westerstede, im Angestelltenverhältnis gearbeitet. Von 2009-2012 lebte ich mit meinem Mann in Neuseeland, bekam zwei Kinder und arbeitete ebenfalls in einer hausärztlichen Praxis.

Dort konnte ich mich auch beruflich weiter entwickeln und einmal „über den Tellerrand“ schauen.

Berufspolitisch stehe ich für eine gemeinsame Basis der Ärzteschaft und wünsche mir eine kooperative Zusammenarbeit der Haus- und Fachärzte mit dem Ziel der Optimierung der Patientenversorgung. Dabei sollten ethische Aspekte im Vordergrund stehen und wirtschaftliche Interessen in den Hintergrund rücken.

Im Rahmen meines beruflichen Werdeganges habe ich es vor allem im stationären Bereich nicht selten erlebt, dass Frauen für gleiche Anerkennung deutlich mehr Engagement investieren müssen.

Erfreulicherweise steigt nach den aktuellen Statistiken der KBV die Zahl der Ärztinnen im niedergelassenen Bereich weiter kontinuierlich – aber nach wie vor gelangen sie nur selten in Spitzenpositionen. (hier lasse ich Statistiken jetzt mal weg..)

Viele Ärztinnen in Niederlassungen haben einen Partner im Hintergrund, der die bürokratischen Aufgaben mit übernimmt, den Praxisärztinnen den Rücken freihält und sich im Beruf zurücknimmt. Was ist mit den Ärztinnen, die alleinerziehend sind oder deren Partner auch zeitintensive Berufe haben?

Mein Statement:

Frauen behandeln anders, nehmen sich häufig mehr Zeit für ihre Patienten und zeigen nicht selten mehr Sozialkompetenz.

Ich wünsche mir

  • Mehr Wertschätzung und Respekt für Ärztinnen im Rahmen ihrer beruflichen Weiterbildung
  • Bessere Betreuungskonzepte v.a. nachmittags für Klinikärztinnen und Ärztinnen in Niederlassung mit schulpflichtigen Kindern
  • Bürokratieabbau in der Praxis
  • Besser bottom up als top-down: Regionale Zusammenarbeit über die Fachgruppen hinweg verbessert die Versorgung eher als übergestülpte Konzepte. Ärztenetze können eine wesentliche Rolle in der ambulanten Medizin spielen.

Für die Praxis

  • Sprechstunden nur vormittags? Sind verpflichtende Abendsprechstunden im Rahmen der Hausarztverträge/Selektivverträge wirklich nötig?
  • Bessere Vergütung der Hausbesuche, die durch die demographische Entwicklung an Bedeutung zunehmen werden
  • Finanzielle Förderprogramme speziell für Ärztinnen mit geplanter Niederlassung, zB für Betreuung der Kinder.
  • Diskussion ob die Elternzeit bis zu einem gewissen Umfang auf die Weiterbildungszeit in Klinik und Praxis angerechnet werden kann

Dr. Tilo Brunnée (ägnw eG)
Allgemeinmedizin, Allergologie, Ernährungsmedizin, Palliativmedizin, Praxis (Bad Zwischenahn)

»Wir brauchen keine übergestülpten Konzepte. Stattdessen sollten wir über Fachgruppen hinweg regional zusammenarbeiten. Nur so können wir die Versorgung unserer Patienten gewährleisten und verbessern.«

Freiberuflichkeit als Basis selbstbestimmten Handelns
Ich sehe die Zukunft der ambulanten Versorgung in der lokalen, fachübergreifenden Vernetzung der Praxen, um eine Gegenposition gegenüber rein kapitalgesteuerten Interessen, für eine gute Versorgung der uns vertrauenden Patienten zu gewährleisten. Dazu gehört eine intensive und fruchtbare Zusammenarbeit mit den regionalen Kliniken unter dem Motto „so viel ambulant wie möglich, so viel stationär wie nötig“.
Die Freiberuflichkeit der Ärzte bedarf selbstverständlich der finanziellen und geistigen Unabhängigkeit, um dem wohle des Patienten dienen zu können.
Versuchte Einflussnahme von kommerziell dominierter, oder auch pharmakoindustrieller Seite gilt es durch eigene Unabhängigkeit zu widerstehen.
Auch staatliche Interventionsversuche gilt es im Sinne unserer Patienten kritisch zu hinterfragen.
Diese Resilienz ist nur schwer als Einzelperson zu erreichen. In der Gemeinschaft mit anderen Kolleginnen und Kollegen können wir unsere Interessen und die Interessen unserer Patienten besser vertreten.
Ärztenetze als verbindliche, fachübergreifende Kooperationsform haben sich hier bewährt.

 

Ethik vor Monetik
Selbstverständlich ist die gute finanzielle Absicherung notwendig für eine ärztliche Unabhängigkeit, um den Interessen des Patienten dienen zu können. Wir Ärzte sollten weitgehend unabhängig von finanziellen Zwängen agieren können, ähnlich einem Richter, der auch finanziell abgesichert unabhängig für das Recht und Gerechtigkeit eintritt.
Ich sehe eine große Gefahr in der Übernahme der ambulanten Medizin durch im wesentlichen kapitaloptimierte Unternehmen, wie sie jetzt z.B. schon teilweise in der operativen Augenheilkunde, Labormedizin oder Nephrologie zu beobachten sind.
Ein Gegengewicht zu diesen Fremdinteressen kann eine starke lokal organisierte Ärzteschaft sein, die durch innovative Versorgungskonzepte (z.B. SAPV) finanzielle Rahmenbedingungen schaffen kann, die jenseits der üblichen Finanzierungsquellen einer Kassenarztpraxis (KV) liegen.
Im Zweifel steht das Wohlergehen unserer Patienten über finanziellen Interessen.

 

Weiterbildung
In der Weiterbildung engagiere ich mich präklinisch in Zusammenarbeit mit der medical school Oldenburg/Groningen als Hospitationspraxis, nach Abschluss des Studiums mit der Weiterbildung des Faches Allgemeinmedizin (24monatige Weiterbildungsermächtigung).
Zur Steigerung der Attraktivität der Allgemeinmedizin ist eine frühe praxisorientierte Ausbildung der Medizinstudenten in Praxen niedergelassener Kollegen ein sinnvoller Ansatz.
Auch für andere Fächer kann die frühe Hospitation in Praxen den Medizinstudenten eine Alternative zur Tätigkeit in Kliniken aufzeigen.
Eine strukturierte Weiterbildung in Verbünden von Klinik und Praxis ist erstrebenswert.

 

Digitalisierung
Der sinnvolle Einsatz der EDV zur Erleichterung der ärztlichen Tätigkeit unter strenger Wahrung des Schutzes der uns anvertrauten Daten ist unbedingt notwendig. Allerdings sehe ich keinen Sinn darin, eine teure Telematik-Infrastruktur (TI) mit fragwürdigem Datenschutz und primärem Nutzen der Krankenkassen (Stammdatenabgleich, eAU, eRezept) zu unterstützen, deren Mehrwert darin besteht, die Verwaltungskosten der Krankenkassen und Apotheker zu reduzieren. Ich bin mit Unterstützung des medi-Verbundes (www.medi-verbund.de) ein Musterkläger gegen den Zwangsanschluss der TI (und zahle den Preis von aktuell 2,5% Honorarabzug) in Niedersachsen.
Dabei führe ich eine durchdigitalisierte, papierlose Praxis mit Heimarbeitsplätzen, Videosprechstunden, Tablet-Anbindung für Hausbesuche und in unserem Netz datenschutzkonformer Kommunikation mit den Netzkollegen über eine Netz-eigene App.
Ich unterstütze die dezentrale Speicherung der sensiblen Gesundheitsdaten unserer Patienten lokal in unseren Praxen und habe großes Misstrauen bei zentraler Datenspeicherung. Hierbei werden Strukturen geschaffen, die wir nicht mehr rückgängig machen können. Das Internet vergisst nichts; zukünftige politische Rahmenbedingungen könnten individualisierte Risikobewertungen unserer Patienten ermöglichen. Das wollen wir im Interesse unserer Patienten nicht.

Faire und verlässliche Arbeitsbedingungen
Die nachfolgende Ärztegeneration achtet mehr auf eine ausgeglichene „work life balance“ als wir Alten „selbst und ständig“ tätigen. Diese neuen Prioritäten gilt es mit einer guten Versorgung unserer Patienten zu verknüpfen. Dazu kann auch die Gründung ärztegeführter medizinischer Versorgungszentren gehören. Hier engagiert sich die Ärztegenossenschaft mit der Entwicklung von Business-Plänen für kommunale MVZ, wenn die Versorgung der Bevölkerung sonst nicht gewährleitet werden kann. Dabei ist unsere oberste Priorität, diese Strukturen immer in ärztliche Hand zu überführen, sobald sich jemand findet, der die Organisationsarbeiten übernehmen möchte.
Dabei gilt es Strukturen zu schaffen, die auch eine ärztliche Tätigkeit in guter Vereinbarkeit mit dem Familienleben, z.B. halbtags oder anderweitig flexibel teilzeitig erlaubt. Die Tätigkeit in einem Team mit kollegialem Austausch, auch Praxis- oder MVZ-übergreifend in einem Ärztenetz, kann sehr erfüllend sein.

Dr. Marcus Schmitt
Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie/Infektiologe, Klinikum (Wilhelmshaven)

»Digitale Schlüsseltechnologien bilden die Grundlage für den Fortschritt im Gesundheitsbereich. Wir brauchen sie für die Weiterbildung genauso wie in unserem Berufsalltag. Nur so können die Ärztinnen und Ärzte von morgen den neuen Ansprüchen an eine zeitgemäße Patientenversorgung gerecht werden.«